Abfindungsrechner 2026

Der Abfindungsrechner 2026 hilft Ihnen dabei, die voraussichtliche Steuerbelastung auf Ihre Abfindung realistisch einzuschätzen und die Wirkung der Fünftelregelung besser zu verstehen. Sie erhalten auf einen Blick einen Vergleich zwischen einer Besteuerung mit und ohne Fünftelregelung sowie den Unterschied in der Nettoabfindung.

Das Tool berücksichtigt Ihre Abfindung brutto, Ihr übriges zu versteuerndes Einkommen im Jahr 2026, Ihren Familienstand und die Kirchensteuer. Optional können Sie simulieren, wie sich ein möglicher Teilerlass der Kirchensteuer auf den durch die Abfindung ausgelösten Anteil auswirken würde. So entsteht eine fundierte erste Orientierung dafür, welche Größenordnung Ihre Steuerlast voraussichtlich erreichen kann und wie viel von der Abfindung am Ende ungefähr übrig bleibt.

 

Die Berechnung ersetzt keine individuelle Steuerberatung, sie liefert jedoch eine schnelle und transparente Grundlage für Gespräche mit Arbeitgeber, Steuerberater und Agentur für Arbeit. Geben Sie zunächst Ihre Abfindung und Ihr erwartetes Jahreseinkommen ein, wählen Sie die passenden Optionen, klicken Sie auf „Jetzt berechnen“ und vergleichen Sie die dargestellten Ergebnisse.

Team der Lkm GmbH draußen beim Spaziergang, mit Kaffeetasse und Unterlagen, Kanzlei München.

Abfindungsrechner 2026

Steuerlast auf Ihre Abfindung im Vergleich: ohne und mit Fünftelregelung, inklusive Kirchensteuer und optionalem Kirchensteuer-Erlass.
Dieses Tool wurde von LA AGENCIA für die Lkm GmbH entwickelt.

Hinweis Die dargestellten Ergebnisse sind eine unverbindliche Schnellprüfung und ersetzen keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Welche steuerlichen Entlastungen, Sperrzeiten, Ruhenszeiten oder sozialversicherungsrechtlichen Folgen in Ihrem Fall eintreten, hängt von Ihrer persönlichen Situation und der konkreten Gestaltung Ihres Aufhebungsvertrages ab. Für eine fundierte Einschätzung empfehlen wir die Beratung durch unsere Kanzlei.

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So interpretieren Sie das Ergebnis des Abfindungsrechners

Nach der Eingabe Ihrer Daten zeigt der Abfindungsrechner 2026 zwei voll durchgerechnete Szenarien. Im ersten Szenario sehen Sie, welche Steuerbelastung sich ergäbe, wenn die Abfindung so behandelt würde, als gäbe es keine Fünftelregelung. Im zweiten Szenario zeigt der Rechner, wie sich Ihre Steuerlast verändert, wenn die tarifliche Begünstigung nach der Fünftelregelung angewendet wird. Die gegenübergestellten Ergebnisse machen sichtbar, welcher Betrag in beiden Fällen netto verbleibt und welchen finanziellen Vorteil die Fünftelregelung in Ihrer Situation ungefähr haben kann.

Was die beiden Szenarien konkret bedeuten

Der Abfindungsrechner stellt die Ergebnisse bewusst in zwei Spalten nebeneinander dar. Die linke Seite zeigt Ihnen, wie hoch die Steuer auf Ihre Abfindung ausfallen würde, wenn sie wie normale Einkünfte ohne besondere Begünstigung in das zu versteuernde Einkommen einfließen würde. Die rechte Seite zeigt das Ergebnis unter Anwendung der Fünftelregelung. Beide Werte beruhen auf denselben Eingaben, unterscheiden sich aber in der Art und Weise, wie der Steuersatz auf die Abfindung ermittelt wird. Sie erhalten damit nicht nur einen Betrag, sondern vor allem ein Gefühl dafür, wie stark die Progression der Einkommensteuer bei einer Abfindung wirkt und welcher Spielraum durch die Fünftelregelung entsteht.

Im ersten Schritt ist es sinnvoll, sich die Reihenfolge anzusehen, in der die Beträge im Ergebnisfeld erscheinen. Zunächst wird die geschätzte Steuer angegeben, die auf die Abfindung entfällt. Im Anschluss wird die Nettoabfindung dargestellt, also der Betrag, der nach Abzug dieser Steuer ungefähr übrig bleibt. Wenn Sie beide Szenarien nacheinander betrachten, wird sofort deutlich, ob die Fünftelregelung im konkreten Fall einen spürbaren Effekt hat, ob sie die Steuer lediglich leicht reduziert oder ob sie den Unterschied zwischen einem sehr hohen und einem noch vertretbaren Steueraufkommen ausmacht.

Wie Sie Ihre eigene Situation anhand der Zahlen einordnen

Um das Ergebnis richtig einzuordnen, sollten Sie sich klar machen, dass der Rechner immer mit zwei Komponenten arbeitet. Auf der einen Seite steht Ihr übriges zu versteuerndes Einkommen, auf der anderen Seite die Abfindung. Je höher das übrige Einkommen im Abfindungsjahr ist, desto stärker drückt die Abfindung das Gesamteinkommen in die höheren Tarifzonen der Einkommensteuer. Die Fünftelregelung reduziert diesen Effekt, indem sie rechnerisch nur ein Fünftel der Abfindung zur Bestimmung des Steuersatzes heranzieht und diesen Vorteil auf die gesamte Abfindung überträgt. Dadurch ergibt sich in vielen Fällen eine deutlich geringere zusätzliche Steuerbelastung.

Wenn der Unterschied zwischen den beiden Netto Beträgen sehr groß ist, signalisiert dies, dass die Progressionswirkung in Ihrem Fall ausgeprägt ist und die Fünftelregelung eine enorme Bedeutung hat. Bleibt der Unterschied dagegen eher gering, kann dies darauf hinweisen, dass Ihr übriges Einkommen schon so hoch ist, dass die Abfindung überwiegend in einem Bereich mit nahezu konstantem Grenzsteuersatz versteuert wird oder dass die Abfindung im Verhältnis zum übrigen Einkommen vergleichsweise klein ist. In beiden Fällen erfüllen die Zahlen dieselbe Funktion, sie machen die Größenordnung transparent, damit Sie Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Grundlage plausibler Berechnungen treffen.

Kirchensteuer und optionaler Teilerlass im Ergebnis

Wenn Sie im Rechner eine Kirchensteuer ausgewählt haben, ist diese im dargestellten Steuerbetrag bereits enthalten. Die Differenz zwischen Steuer mit und ohne Fünftelregelung berücksichtigt also automatisch den Einfluss der Kirchensteuer. Entscheiden Sie sich dafür, den optionalen Teilerlass zu simulieren, reduziert der Rechner ausschließlich den Anteil der Kirchensteuer, der durch die Abfindung ausgelöst wird. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn Sie später darüber nachdenken, bei der zuständigen Kirchensteuerstelle eine Billigkeitsmaßnahme zu beantragen. Sie sehen, welcher Betrag ungefähr zur Disposition steht und welche Wirkung eine teilweise Entlastung im Vergleich zu den Gesamtsummen hätte.

Wichtig ist, die Simulation als das zu verstehen, was sie ist, eine Prognose unter vereinfachten Annahmen. In der Realität hängt ein tatsächlicher Teilerlass von der Entscheidung der Kirche ab, außerdem kann die konkrete Zuordnung der Steuer zu den verschiedenen Einkunftsarten im Steuerbescheid leicht anders verlaufen. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Rechner Ihnen sehr anschaulich zeigt, in welchem Rahmen sich der steuerliche Vorteil bewegen kann und wie stark der Einfluss der Kirchensteuer auf Ihre Nettoabfindung überhaupt ist.

Warum die Ergebnisse nur eine Annäherung sein können

Obwohl der Rechner mit einer realistischen Progression arbeitet und die Logik der Fünftelregelung korrekt abbildet, ersetzt er nicht die exakte tarifliche Berechnung der Finanzverwaltung. Es fließen nur die Parameter ein, die Sie eingeben. Sonderfälle wie außergewöhnliche Belastungen, Verluste aus anderen Einkunftsarten, nennenswerte Vorsorgeaufwendungen oder besondere Freibeträge werden bewusst nicht im Detail abgebildet. Der Rechner ist deshalb immer eine vereinfachte Sicht auf Ihre steuerliche Situation. Das ist gewollt, denn Ziel ist eine schnelle, verständliche und für Laien handhabbare Erstorientierung, nicht eine vollständige Nachbildung einer komplexen Steuersoftware.

Entsprechend sollten Sie die Zahlen, die Sie im Ergebnisfeld sehen, als Näherungswerte betrachten, die Ihnen ein Bild der Größenordnung vermitteln. Sie können damit sehr gut entscheiden, ob es sinnvoll ist, aktiv Gestaltungen zu prüfen, etwa die zeitliche Verlagerung der Abfindung, die Nutzung der Fünftelregelung, die Einbringung in eine betriebliche Altersvorsorge oder einen möglichen Kirchensteuer Teilerlass. Die endgültige Festsetzung der Steuer erfolgt jedoch stets durch den Einkommensteuerbescheid des Finanzamts, der alle individuellen Besonderheiten berücksichtigt.

Wann Sie aus dem Ergebnis den nächsten Schritt ableiten sollten

Wenn der Rechner zeigt, dass die Steuer auf die Abfindung im Verhältnis zur Bruttosumme sehr hoch ist oder dass die Fünftelregelung trotz hoher Abfindung kaum Entlastung bringt, ist das ein deutliches Signal, die Situation nicht allein zu beurteilen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die vertraglichen Grundlagen des Aufhebungsvertrages noch einmal zu prüfen, Alternativen zu verhandeln oder Gestaltungsoptionen auszuschöpfen, die möglicherweise übersehen wurden. Auch bei geplanten größeren Investitionen, etwa zur Altersvorsorge oder in eine neue berufliche Selbstständigkeit, lohnt es sich, die Auswirkungen auf Steuern und Sozialversicherung zusammen mit einer Fachperson durchzugehen.

Zeigt der Rechner dagegen, dass die Steuerbelastung überschaubar bleibt und die Fünftelregelung bereits einen deutlichen Vorteil bringt, kann das beruhigen und die Planung vereinfachen. Sie kennen dann den ungefähren Netto Betrag, der zur Verfügung steht, und können auf dieser Basis Entscheidungen über Tilgung von Verbindlichkeiten, Aufbau von Rücklagen oder berufliche Neuorientierung treffen. In beiden Fällen gilt, der Abfindungsrechner 2026 ist ein Werkzeug, das Transparenz schafft und Ihnen hilft, die richtigen Fragen zu stellen. Die abschließende rechtliche und steuerliche Würdigung sollte jedoch immer in einem persönlichen Gespräch mit einer qualifizierten Beratung erfolgen.

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