Verkaufen Sie Ihr Lebenswerk nicht unter Wert. Während der Privatverkauf Sie fast 30 % Steuern kostet, sichert die Holding Ihren Exit mit nur 1,54 %. Doch Vorsicht: Wer zu spät strukturiert, verliert durch die 7-Jahres-Sperrfrist (§ 22 UmwStG) Millionen. Berechnen Sie jetzt Ihren exakten finanziellen Vorteil.
Der Verkauf des eigenen Unternehmens (Share Deal) ist der finanzielle Höhepunkt eines Unternehmerlebens. Doch zwischen dem Brutto-Kaufpreis und dem Netto-Erlös auf Ihrem Konto entscheidet allein die richtige steuerliche Struktur.
Viele Gesellschafter-Geschäftsführer tappen dabei in eine teure Falle: Sie gründen ihre Holding-GmbH erst kurz vor dem Verkauf. Das Finanzamt bestraft dies mit einer rückwirkenden Besteuerung.
Nutzen Sie diesen Simulator, um Ihre Exit-Strategie zu prüfen:
Anleitung: Stellen Sie unten Ihren heutigen Firmenwert, den erwarteten Verkaufspreis und – am wichtigsten – die Zeit bis zum geplanten Exit ein.
Berechnen Sie Ihren Netto-Erlös beim Firmenverkauf und den finanziellen Schmerz der 7-Jahres-Sperrfrist (§ 22 UmwStG).
Sie sehen schwarz auf weiß, wie viel Kapital auf dem Spiel steht. Lassen Sie uns Ihre Holding-Struktur rechtssicher aufsetzen, bevor die Frist weiter abläuft.
Termin zur Exit-Analyse vereinbaren ➔Nach der Eingabe Ihrer Unternehmensdaten zeigt der M&A Exit-Simulator 2026 zwei finanzielle Realitäten im direkten Vergleich. Im ersten Szenario (oberer Balken) sehen Sie, was von Ihrem Lebenswerk übrig bleibt, wenn Sie die Anteile als Privatperson verkaufen und der vollen Einkommensteuer unterliegen. Im zweiten Szenario (unterer Balken) berechnet das Tool die Steuerlast innerhalb einer Holding-Struktur unter Berücksichtigung des sogenannten Schachtelprivilegs. Der entscheidende Faktor ist hierbei der Zeit-Regler: Er entscheidet darüber, ob und in welcher Höhe eine Strafsteuer aufgrund der gesetzlichen Sperrfrist in die Berechnung einfließt. Die gegenübergestellten Netto-Beträge machen sofort sichtbar, welchen enormen Hebel die rechtzeitige Umstrukturierung auf Ihre private Vermögensbilanz hat.
Der M&A Exit-Simulator stellt die Ergebnisse bewusst in zwei Balken untereinander dar, um die enorme Hebelwirkung der Rechtsformwahl zu visualisieren. Der obere Bereich zeigt Ihnen, welche Steuerlast entsteht, wenn Sie Ihre GmbH-Anteile als Privatperson veräußern. Hier greift das sogenannte Teileinkünfteverfahren, bei dem zwar 40 Prozent des Gewinns steuerfrei bleiben, die übrigen 60 Prozent jedoch mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz belastet werden. Der untere Bereich visualisiert das Ergebnis unter dem Dach einer Holding-Struktur, in der das Schachtelprivileg nach § 8b KStG zur Anwendung kommt. Beide Werte basieren auf denselben wirtschaftlichen Eckdaten, unterscheiden sich jedoch fundamental in der steuerlichen Systematik. Sie erhalten damit nicht nur einen absoluten Euro-Betrag, sondern vor allem ein Gefühl dafür, wie viel Liquidität durch die richtige Strukturierung im Unternehmen verbleiben kann, um für weitere Investitionen oder den Vermögensaufbau genutzt zu werden.
Im ersten Schritt ist es sinnvoll, den Fokus auf die Differenz der Netto-Beträge zu legen. Zunächst wird die Steuerlast im Privatvermögen berechnet, die oft knapp 30 Prozent des Verkaufspreises ausmacht und damit einen erheblichen Teil des Lebenswerkes an den Fiskus abführt. Im Vergleich dazu steht die Steuerlast der Holding, die im Idealfall bei lediglich ca. 1,54 Prozent liegt. Wenn Sie beide Szenarien betrachten, wird sofort deutlich, ob sich der Aufwand einer Umstrukturierung lohnt – in der Regel ist dies der Fall, sobald die Steuerersparnis die Gründungskosten der Holding deutlich übersteigt, was bei fast allen Unternehmensverkäufen ab einem sechsstelligen Gewinn der Fall ist.
Um das Ergebnis richtig einzuordnen, müssen Sie verstehen, wie der Rechner die 7-Jahres-Sperrfrist verarbeitet. Wenn Sie den Zeit-Regler auf unter sieben Jahre einstellen, sehen Sie im Holding-Balken einen orangefarbenen Bereich. Dieser signalisiert die sogenannte rückwirkende Besteuerung eines Einbringungsgewinns II. Das Finanzamt bestraft eine zu frühe Veräußerung, indem es für jedes fehlende Jahr ein Siebtel des ursprünglichen Einbringungswertes nachträglich der hohen privaten Besteuerung unterwirft. Der Rechner mischt in diesem Fall also zwei Steuerarten: Den „bestraften“ Teil, der hoch versteuert wird, und den „begünstigten“ Teil, der weiterhin die niedrige Holding-Steuer genießt. Dies macht transparent, dass ein Exit innerhalb der Sperrfrist zwar steuerlich teurer ist als nach Ablauf der Frist, aber oft immer noch günstiger als gar keine Holding.
Ein entscheidender Faktor bei der Interpretation ist der Unterschied zwischen dem heutigen Wert und dem zukünftigen Verkaufspreis. Die „Strafe“ der Sperrfrist bezieht sich immer nur auf den Wert zum Zeitpunkt der Einbringung (Status Quo). Der gesamte zukünftige Wertzuwachs – also das Wachstum, das Sie ab heute bis zum Verkauf noch erwirtschaften – ist von der Sperrfrist komplett ausgenommen und wird in der Holding sofort mit den günstigen 1,54 Prozent versteuert. Wenn der grüne Netto-Balken trotz Warnhinweis deutlich länger ist als der graue Privat-Balken, zeigt dies, dass das zukünftige Wachstumspotenzial Ihres Unternehmens die steuerlichen Nachteile der Sperrfrist überkompensiert. Sie sollten Ihre Entscheidung also nicht allein von der Angst vor der Frist, sondern von der Gesamtbilanz leiten lassen.
Wichtig ist, dass der Rechner die Liquidität auf Ebene der Holding darstellt. Das bedeutet: Das Geld, das nach Abzug der minimalen Steuern übrig bleibt, befindet sich auf dem Konto Ihrer Holding-GmbH, nicht auf Ihrem privaten Girokonto. Dieser Effekt ist gewollt und bildet den Kern der „Spardosen-Strategie“. Solange das Geld in der Holding verbleibt und dort reinvestiert wird (z. B. in Aktien, Immobilien oder neue Unternehmensbeteiligungen), bleibt der enorme Steuervorteil erhalten. Erst wenn Sie sich das Geld aus der Holding privat ausschütten, fällt zusätzlich die Kapitalertragsteuer (25 Prozent zzgl. Soli) an.
Für die meisten Unternehmer ist dies jedoch kein Nachteil, sondern ein strategisches Werkzeug. Da Sie für Ihren privaten Lebensunterhalt in der Regel ein Geschäftsführergehalt beziehen, dient der Exit-Erlös meist ohnehin der langfristigen Vermögenssicherung und nicht dem sofortigen Konsum. Der Rechner zeigt Ihnen daher sehr anschaulich, wie viel mehr Investitionskapital Ihnen zur Verfügung steht, wenn Sie den Zinseszinseffekt auf der Brutto-Ebene der Holding nutzen, statt das Geld vorzeitig durch eine Ausschüttung oder einen Privatverkauf zu versteuern.
Obwohl der M&A Exit-Simulator mit den korrekten gesetzlichen Abschmelzungsregeln (§ 22 UmwStG) arbeitet und die Steuerbelastungen realistisch gegenüberstellt, ersetzt er nicht die individuelle steuerliche Berechnung durch einen Experten. Es fließen pauschalisierte Annahmen ein, wie etwa ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz für die Berechnung der 1,54-Prozent-Belastung oder der Spitzensteuersatz inkl. Reichensteuer für das Privatszenario. Individuelle Faktoren wie vorhandene Verlustvorträge, spezielle Freibeträge, Kirchensteuerpflicht oder abweichende Hebesätze am Standort Ihrer Holding können das Ergebnis im Detail verändern. Der Rechner ist deshalb als vereinfachte, aber richtungsweisende Prognose zu verstehen.
Betrachten Sie die Zahlen im Ergebnisfeld als fundierte Näherungswerte, die Ihnen die Größenordnung des finanziellen Risikos – oder der Chance – verdeutlichen. Sie dienen als Entscheidungsgrundlage dafür, ob Sie den Prozess einer Umwandlung anstoßen sollten. Die exakte Festsetzung der Einbringungswerte und die rechtssichere Antragstellung nach § 21 UmwStG, um überhaupt in den Genuss der Buchwertfortführung zu kommen, erfordert zwingend eine detaillierte Ausarbeitung durch spezialisierte Steuerberater und Rechtsanwälte, da hier formale Fehler sofort zur Aufdeckung stiller Reserven führen können.
Wenn der Rechner zeigt, dass die Steuerlast im Privatvermögen (Szenario A) mehrere hunderttausend Euro oder gar Millionen beträgt, ist das ein klares Signal zum Handeln. Selbst wenn Sie den Verkauf erst in zwei oder drei Jahren planen und damit voll in die Sperrfrist laufen würden, zeigt Ihnen das Tool oft, dass der „Schaden“ durch das Zögern größer ist als die „Strafe“ durch die Frist. Ist der Unterschied zwischen den Netto-Beträgen signifikant, sollten Sie keine Zeit verlieren, die Holding-Struktur zu etablieren, um zumindest den Zähler der 7-Jahres-Uhr zu starten und zukünftige Wertsteigerungen abzusichern.
Zeigt der Rechner hingegen, dass Sie bereits nahe am Ende der Sperrfrist wären oder der Verkaufserlös kaum über dem heutigen Wert liegt, kann die Strategie angepasst werden. In jedem Fall schafft der M&A Exit-Simulator 2026 die notwendige Transparenz, um nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis harter Zahlen zu agieren. Die abschließende Gestaltung des Kaufvertrages (Share Purchase Agreement) und die steuerliche Optimierung der Earn-Out-Klauseln sollten jedoch immer im persönlichen Dialog mit unserer Kanzlei erfolgen, um die im Rechner aufgezeigten Vorteile auch rechtssicher in die Realität umzusetzen.
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