- 11. Mai 2026
W-IdNr. 2026: Wirtschafts-Identifikationsnummer finden, prüfen und richtig nutzen
Die Wirtschafts-Identifikationsnummer ist für viele Unternehmen kein bloßes Verwaltungsthema mehr, sondern ein echter Stammdaten-Test. Seit die W-IdNr. stufenweise vergeben wird, müssen Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und wirtschaftlich tätige Organisationen verstehen, welche steuerliche Nummer wofür gedacht ist. Wer 2026 mit ELSTER, E-Rechnung, Förderanträgen, Umsatzsteuerdaten oder mehreren Gesellschaften arbeitet, sollte nicht erst im Formular überlegen, ob gerade die Steuernummer, die USt-IdNr., die private Steuer-ID oder die W-IdNr. gefragt ist.
Genau hier liegt die praktische Brisanz: In der Beratung entstehen Fehler selten dadurch, dass eine Nummer gar nicht existiert. Häufiger scheitert es an der Zuordnung. Die W-IdNr. liegt möglicherweise bereits vor, ist aber nicht sauber dokumentiert, wird mit der USt-IdNr. verwechselt oder ist in Buchhaltung, Rechnungsvorlagen, ELSTER und internen Stammdaten nicht einheitlich gepflegt. Wenn Sie Ihre Abläufe an dieser Stelle noch nicht klar aufgesetzt haben, sollten Sie parallel auch Ihre Steuerberatung, Ihre digitale Prozessorganisation und Ihre Compliance-Strukturen mitdenken.
Kurz vorab: Wenn Sie schnell eine erste Einschätzung brauchen, ob Ihre W-IdNr.-Situation unkritisch ist oder ob bei ELSTER, Förderungen, USt-IdNr., mehreren Tätigkeiten oder Stammdaten Handlungsbedarf besteht, sollte der erste Schritt nicht die hektische Suche nach irgendeiner alten Nummer sein, sondern ein strukturierter Check. Genau dafür können Sie den geplanten W-IdNr.-Check 2026 einsetzen.
Was ist die Wirtschafts-Identifikationsnummer überhaupt?
Die Wirtschafts-Identifikationsnummer, kurz W-IdNr., ist ein steuerliches Identifikationsmerkmal für wirtschaftlich Tätige. Sie soll Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und andere wirtschaftlich aktive Einheiten in Besteuerungs- und Verwaltungsverfahren eindeutig identifizierbar machen. Anders als die bisherige Steuernummernsystematik soll die W-IdNr. bundesweit einheitlich und dauerhaft wirken.
Die W-IdNr. ist also nicht einfach nur eine weitere Nummer in einem ohnehin vollen Unternehmensordner. Sie ist ein Ordnungskriterium, das langfristig helfen soll, wirtschaftlich Tätige eindeutiger zuzuordnen. Gerade deshalb ist es wichtig, die Nummer nicht vorschnell mit der Steuernummer oder der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gleichzusetzen. Jede dieser Nummern erfüllt einen eigenen Zweck.
Gerade deshalb passt das Thema auch fachlich perfekt zu unserem Leistungsspektrum: Die W-IdNr. sitzt an der Schnittstelle von Steuerrecht, digitalen Verwaltungsprozessen, Unternehmensorganisation und behördlicher Kommunikation. Wenn Sie bereits an Themen wie E-Rechnungspflicht 2025/2026, ELSTER-Prozessen oder steuerlicher Stammdatenpflege arbeiten, sollten Sie die W-IdNr. nicht als isolierte Formalie, sondern als Teil Ihrer gesamten Digitalisierung und Online-Beratung betrachten.
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Wer muss sich 2026 mit der W-IdNr. beschäftigen?
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Sie eine besonders große oder komplizierte Unternehmensstruktur haben. Entscheidend ist, ob Sie wirtschaftlich tätig sind. Die W-IdNr. betrifft grundsätzlich wirtschaftlich Tätige in Deutschland und damit nicht nur klassische Kapitalgesellschaften, sondern auch Einzelunternehmer, Freiberufler, Gewerbetreibende, Personengesellschaften, GmbHs, UGs, Vereine mit wirtschaftlicher Tätigkeit und Unternehmensgruppen.
Wichtig ist dabei: Je einfacher die Struktur, desto leichter lässt sich die W-IdNr. meist dokumentieren. Je mehr Gesellschaften, Tätigkeiten, Betriebsstätten, Förderungen oder digitale Systeme beteiligt sind, desto eher wird aus der Nummernfrage ein Organisationsthema. Wer hier zu spät sauber trennt, produziert unnötige Angriffsflächen bei Steuererklärungen, Förderanträgen, E-Rechnungsprozessen oder behördlichen Rückfragen. Genau an solchen Punkten lohnt sich oft eine vorgelagerte Abstimmung mit unserer Steuerberatung und der präventiven Compliance-Beratung.
Welche Nummern werden in der Praxis am häufigsten verwechselt?
In der Praxis ist selten die W-IdNr. selbst das Problem. Das Problem entsteht durch die Verwechslung verschiedener steuerlicher Identifikationsmerkmale. Die private Steuer-ID gehört zur natürlichen Person. Die Steuernummer dient der Zuordnung beim zuständigen Finanzamt. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist vor allem für umsatzsteuerliche Zwecke relevant, insbesondere bei grenzüberschreitenden EU-Sachverhalten. Die W-IdNr. soll dagegen wirtschaftlich Tätige eindeutig identifizieren.
Das ist der Punkt, an dem viele Unternehmen in die erste große Fehlannahme laufen. Nur weil die W-IdNr. in ihrem Aufbau an die USt-IdNr. erinnert, ist sie nicht dasselbe. Auch eine vorhandene Steuernummer ersetzt nicht automatisch die Frage, ob die W-IdNr. bereits vorliegt und wo sie dokumentiert ist. Wer solche Nummern in Rechnungsvorlagen, Buchhaltungssoftware oder ELSTER-Zugängen pflegt, sollte die Nummernlogik immer zusammen mit digitalen Prozessen und der laufenden Buchhaltungsorganisation denken.
Die wichtigste Praxisfrage: Muss ich die W-IdNr. beantragen oder nur finden?
Hier wird es wirklich relevant. Viele Unternehmen suchen 2026 nach einem Antrag, obwohl die W-IdNr. grundsätzlich automatisiert vergeben wird. Das bedeutet praktisch: In vielen Fällen geht es nicht darum, eine neue Nummer aktiv zu beantragen, sondern darum, zu prüfen, ob die Nummer bereits mitgeteilt wurde, wo sie auffindbar ist und ob sie intern sauber von anderen Nummern getrennt wurde.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Wer nur nach einem Antragsformular sucht, übersieht möglicherweise das eigentliche Problem. Entscheidend ist, ob die eigenen steuerlichen Stammdaten vollständig, aktuell und konsistent sind. Dazu gehören ELSTER, Finanzamtsunterlagen, Buchhaltungssoftware, Rechnungsvorlagen, Kanzleiunterlagen und bei Gesellschaften auch Register- und Strukturinformationen. Wenn intern jemand sagt: „Wir haben doch eine Steuernummer“, ist das noch keine belastbare Antwort auf die Frage nach der W-IdNr.
Wenn Sie mehrere Systeme parallel im Unternehmen nutzen, also etwa Buchhaltung, ERP, CRM, Rechnungstools, ELSTER-Zugänge und externe Steuerberatung, sollte die Einordnung nicht isoliert durch eine einzelne Abteilung erfolgen. Hier braucht es eine belastbare betriebliche Sicht auf die tatsächliche Stammdatenlandschaft. Das ist ein klassischer Fall für eine präventive Prüfung über Compliance & Präventive Beratung.
Was ist mit Kleinunternehmern, Freiberuflern und Neugründungen?
Auch kleine Unternehmen sollten die W-IdNr. nicht ignorieren. Die Kleinunternehmerregelung betrifft vor allem die Umsatzsteuer und sagt nicht automatisch etwas darüber aus, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit steuerlich identifiziert werden muss. Ein Kleinunternehmer kann also trotzdem eine W-IdNr. erhalten und sollte seine Nummern sauber voneinander trennen.
Besonders bei Freiberuflern und Neugründungen entsteht häufig Unklarheit, weil in kurzer Zeit viele neue Begriffe auftauchen. Steuernummer, steuerliche Identifikationsnummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ELSTER, Kleinunternehmerregelung und W-IdNr. werden dann schnell in einen Topf geworfen. Genau das sollte vermieden werden. Wer früh Ordnung schafft, vermeidet spätere Korrekturen in Rechnungen, Steuererklärungen oder Stammdaten.
Das ist allerdings kein Freifahrtschein, das Thema aufzuschieben. Gerade Gründer übernehmen häufig alte Rechnungsvorlagen, arbeiten mit unvollständigen Buchhaltungsdaten oder wissen nicht, welche Nummer in welchem Zusammenhang verwendet werden darf. Wenn Sie sich hier absichern wollen, ist die Verbindung aus Gründungsberatung, Finanzbuchhaltung und Steuerberatung in der Praxis oft der richtige Weg.
Besonderheit GmbH, UG und Holdingstruktur
Bei Kapitalgesellschaften wird die W-IdNr. besonders wichtig, weil Gesellschaft, Gesellschafter und Geschäftsführer steuerlich getrennt betrachtet werden müssen. Eine GmbH hat eigene steuerliche Pflichten. Der Geschäftsführer hat daneben seine private steuerliche Identifikationsnummer. Eine Holding kann wiederum weitere Gesellschaften halten, die jeweils eigene steuerliche Zuordnungen benötigen.
Die praktische Logik ist hier besonders wichtig: Die private Steuer-ID des Geschäftsführers darf nicht an die Stelle der steuerlichen Unternehmensidentifikation treten. Ebenso wenig sollte eine Nummer der Holding unkritisch für eine operative Gesellschaft verwendet werden. Je mehr Gesellschaften und Tätigkeiten beteiligt sind, desto wichtiger wird eine saubere Zuordnung der W-IdNr., der Steuernummer, der USt-IdNr. und der übrigen Unternehmensdaten.
Solche Sonderfälle sollten nicht über pauschale Musterlösungen abgewickelt werden. Wenn mehrere Gesellschaften, Beteiligungen, Treuhandlösungen oder Nachfolgestrukturen eine Rolle spielen, sollte die W-IdNr. zusammen mit der gesamten steuerlichen Struktur betrachtet werden. Hier kann eine Abstimmung mit Treuhandlösungen, Gründungs- und Nachfolgeberatung und Steuerberatung sinnvoll sein.
Die Einführungsphase 2026: Was gilt aktuell?
Für die Praxis ist die zeitliche Einordnung wichtig. Die stufenweise Einführung der W-IdNr. hat im Oktober 2024 begonnen und soll 2026 abgeschlossen werden. Während der Einführungsphase wird die W-IdNr. nicht in jedem steuerlichen Formular zwingend verlangt. Bis zum Abschluss der Einführungsphase kann nach Angaben des BMF weiterhin die Steuernummer verwendet werden, wenn die W-IdNr. noch nicht vorliegt oder noch nicht einzutragen ist.
Wer 2026 aktiv wird, bewegt sich daher oft in einem von drei Szenarien: Entweder die W-IdNr. liegt bereits vor und muss nur sauber dokumentiert werden, oder sie ist noch nicht auffindbar, oder sie wird in einem konkreten Zusammenhang wie ELSTER, Förderantrag, Buchhaltung, E-Rechnung oder Stammdatenumstellung relevant. Genau deshalb sollte ein guter Beitrag zu diesem Thema nicht nur erklären, was die W-IdNr. ist, sondern den Leser in eine belastbare Struktur führen. Der erste logische Schritt ist immer eine systematische Bestandsaufnahme, idealerweise über den W-IdNr.-Check 2026.
Ein häufiger Denkfehler: Die W-IdNr. wird nicht global für jede beliebige Verwendung gedacht
Ein häufiger Fehler besteht darin, eine vorhandene Nummer pauschal für alle Zusammenhänge zu verwenden. Gerade bei mehreren Tätigkeiten, mehreren Gesellschaften oder mehreren Standorten reicht eine solche Vereinfachung nicht aus. Entscheidend ist, welche wirtschaftlich tätige Einheit in welchem Verfahren gemeint ist und welche Nummer dieser Einheit tatsächlich zugeordnet wurde.
Gleichzeitig muss die interne Datenlogik stimmen. Die Finanzverwaltung, Buchhaltung, Rechnungssysteme, ELSTER-Zugänge und Förderstellen arbeiten mit konkreten Angaben. Wenn im Unternehmen unterschiedliche Bezeichnungen, Nummern oder Anschriften verwendet werden, entsteht kein kleiner Schönheitsfehler, sondern ein strukturelles Risiko. Gerade in Filialstrukturen, Holdingmodellen, Unternehmensgruppen oder bei mehreren wirtschaftlichen Tätigkeiten können dadurch unnötige Rückfragen entstehen.
Wenn Ihr Unternehmen mit mehreren Einheiten arbeitet, sollten Sie das Thema niemals nur aus Sicht einer einzelnen Software oder eines einzelnen Formulars betrachten. Es ist ein Strukturthema. Und Strukturthemen gehören sauber in die laufende Organisation, also in Ihre Buchhaltungsprozesse, Ihre Compliance und bei Rückfragen der Finanzverwaltung in die behördliche Vertretung.
Welche Daten sollten Unternehmen konkret vorbereiten?
Für die praktische Arbeit reicht es nicht, irgendwo eine Nummer zu notieren. Unternehmen sollten nachvollziehbar dokumentieren, welche steuerlichen Identifikationsmerkmale vorliegen, in welchen Systemen sie gepflegt werden und wer intern für Aktualität und Kontrolle verantwortlich ist. Dazu gehören insbesondere die W-IdNr., die Steuernummer, eine gegebenenfalls vorhandene USt-IdNr., ELSTER-Zugänge, aktuelle Unternehmensdaten und die verwendeten Rechnungsvorlagen.
Praktisch besonders fehleranfällig ist die Abgrenzung zwischen Gesellschaftsdaten und privaten Daten. Bei GmbHs und UGs müssen private Angaben des Geschäftsführers strikt von den Daten der Gesellschaft getrennt werden. Ebenso kritisch sind veraltete Anschriften, nicht aktualisierte Rechnungsvorlagen oder unterschiedliche Schreibweisen des Unternehmensnamens in Buchhaltung, ERP, CRM und Steuerunterlagen.
Genau deshalb ist ein guter interner Prozess wichtiger als die einmalige Ablage einer Nummer. Wenn Ihre Stammdaten nicht zentral gepflegt werden, entsteht nicht nur Verwaltungsaufwand, sondern auch Druck in späteren Prüfungen oder Antragsverfahren. In vielen Fällen ist es effizienter, das Thema gleich mit der digitalen Organisationsstruktur und der laufenden Buchhaltung zusammen aufzuräumen.
Was passiert bei Förderungen, De-minimis-Beihilfen und Zuschüssen?
Auch das ist ein klassischer Praxispunkt. Wer Fördermittel beantragt oder bereits erhalten hat, sollte seine Unternehmensdaten besonders sorgfältig dokumentieren. Förderstellen, Beihilferegeln und steuerliche Stammdaten greifen in der Praxis oft enger ineinander, als vielen Unternehmen bewusst ist. Wenn der Antragsteller, die Gesellschaftsstruktur oder die steuerliche Identifikation unklar ist, kann das Verfahren unnötig ins Stocken geraten.
Das gilt besonders dann, wenn mehrere Gesellschaften beteiligt sind oder frühere Förderungen nicht sauber dokumentiert wurden. Eine unklare Förderhistorie ist selten nur ein Ablageproblem. Sie kann dazu führen, dass Angaben zu De-minimis-Beihilfen, Zuschüssen oder verbundenen Unternehmen nachträglich aufwendig rekonstruiert werden müssen.
Wer Förderungen plant, sollte die W-IdNr. deshalb nicht isoliert betrachten. Entscheidend ist, dass Antragsteller, Unternehmensdaten, Gesellschaftsstruktur, steuerliche Nummern und Förderhistorie zusammenpassen. In solchen Fällen kann die Verbindung aus Steuerberatung, präventiver Compliance-Beratung und Vertretung vor Behörden sinnvoll sein.
Die teuersten Fehler in der Praxis
Der erste große Fehler ist die falsche Gleichsetzung der W-IdNr. mit der USt-IdNr. Beide Nummern können ähnlich wirken, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Wer eine vorhandene USt-IdNr. unkritisch überall dort einträgt, wo eine W-IdNr. gemeint ist, schafft unnötige Fehlerquellen.
Der zweite große Fehler ist die Vermischung privater und unternehmerischer Daten. Das betrifft vor allem GmbHs, UGs und andere Gesellschaften. Die private Steuer-ID des Geschäftsführers ist nicht die steuerliche Identifikation der Gesellschaft. Wer diese Ebenen nicht trennt, riskiert falsche Angaben in Formularen, Unterlagen oder internen Systemen.
Der dritte große Fehler liegt in uneinheitlichen Stammdaten. Wenn Buchhaltung, Rechnungstool, ELSTER, CRM und Steuerberatung unterschiedliche Informationen verwenden, wird aus einer einfachen Nummernfrage ein Organisationsproblem. Spätestens bei Förderanträgen, E-Rechnungen, Steuererklärungen oder behördlichen Rückfragen fällt diese Unordnung auf.
Der vierte große Fehler ist das Wegschieben der Zuständigkeit. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Steuerberatung, die Buchhaltung, die Geschäftsführung oder die Software das Thema schon irgendwie erledigen wird. Genau dadurch entstehen Lücken. Die W-IdNr. sollte klar einer internen Verantwortlichkeit und einem festen Stammdatenprozess zugeordnet werden.
Welche Risiken drohen, wenn das Thema ignoriert wird?
Wichtig ist die saubere Einordnung: Die W-IdNr. ist nicht automatisch ein Bußgeldthema, nur weil sie noch nicht in jedem System gepflegt ist. Während der Einführungsphase ist die Angabe in steuerlichen Erklärungsvordrucken bis zum Abschluss der Einführung optional. Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen das Thema ignorieren sollten.
Die größere praktische Gefahr liegt darin, dass eine fehlende, widersprüchliche oder falsch eingeordnete W-IdNr. in der Gesamtschau mit anderen Mängeln zusammenfällt. Wenn Stammdaten unklar sind, ELSTER-Zugänge nicht gepflegt werden, Förderunterlagen lückenhaft sind oder Rechnungsangaben uneinheitlich wirken, entsteht eine deutlich schlechtere Ausgangslage für Rückfragen und Prüfungen.
Auch die E-Rechnung zeigt, wie eng moderne Steuerprozesse miteinander verbunden sind. Wer digitale Rechnungsprozesse aufsetzt, ohne die zugrunde liegenden Stammdaten sauber zu pflegen, baut Fehler in die Struktur ein. Wenn es kritisch wird, sollten Sie frühzeitig die Vertretung vor Behörden oder eine steuerliche Prüfung hinzuziehen.
Warum die W-IdNr. immer auch ein Organisationsthema ist
Die W-IdNr. lebt nicht im luftleeren Raum. Sie steht in engem Zusammenhang mit ELSTER, Steuernummer, USt-IdNr., E-Rechnung, Buchhaltung, Förderanträgen, Gesellschaftsstruktur und interner Dokumentation. Wer nur die Nummer irgendwo ablegt, aber die dahinterliegenden Prozesse nicht prüft, löst das Problem daher nur oberflächlich.
Für Unternehmen bedeutet das: Eine formal vorhandene Nummer ersetzt keine saubere Organisation. Wenn die W-IdNr. vorliegt, aber in Buchhaltung und Rechnungsvorlagen nicht berücksichtigt wird, wenn ELSTER-Zuständigkeiten unklar sind oder wenn mehrere Gesellschaften ohne eindeutige Nummernlogik arbeiten, bleibt das Risiko bestehen. Genau deshalb ist das Thema fachlich eher ein Stammdaten- und Organisationsprojekt als eine bloße Behördeninformation.
Besonders relevant wird das bei Unternehmen, die wachsen, neue Gesellschaften gründen, Fördermittel beantragen, ERP-Systeme einführen oder ihre E-Rechnungsprozesse aufbauen. In solchen Fällen sollte die W-IdNr. nicht nachträglich improvisiert, sondern direkt in die digitale und steuerliche Prozesslandschaft integriert werden.
So gehen Unternehmen 2026 richtig vor
Der erste sinnvolle Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihrer steuerlichen Nummern. Klären Sie, welche Steuernummern, USt-IdNr., W-IdNr., privaten Steuer-IDs und Registerdaten vorhanden sind und welche Einheit jeweils gemeint ist.
Anschließend sollten Sie prüfen, wo diese Daten bereits verwendet werden. Relevant sind nicht nur Steuerunterlagen, sondern auch ELSTER, Rechnungsvorlagen, Buchhaltungssoftware, ERP, CRM, Förderunterlagen und interne Dokumente. Wenn dort unterschiedliche Angaben stehen, sollte die Bereinigung nicht aufgeschoben werden.
Danach sollte die Unternehmensstruktur betrachtet werden. Bei Einzelunternehmen und Freiberuflern ist die Zuordnung meist überschaubarer. Bei GmbHs, UGs, Holdings, mehreren Tätigkeiten oder mehreren Gesellschaften sollte dagegen klar dokumentiert werden, welche Nummer zu welcher Einheit gehört.
Ebenso wichtig ist die Frage, wer intern verantwortlich ist. Die W-IdNr. sollte nicht zwischen Geschäftsführung, Buchhaltung, Steuerberatung und Softwareadministration verloren gehen. Legen Sie fest, wer ELSTER-Mitteilungen prüft, Stammdaten aktualisiert und Änderungen an die relevanten Systeme weitergibt.
Verzahnen Sie die W-IdNr. außerdem mit Ihren laufenden steuerlichen Prozessen. Wer an dieser Stelle nur einmalig eine Nummer speichert, löst das Problem nicht nachhaltig. Es gehört in die laufende Buchhaltungsorganisation, in die digitale Prozesslandschaft und in Ihre präventive Compliance.
Nutzen Sie bei Unsicherheit einen fachlich strukturierten Vorab-Check. Genau dafür ist der W-IdNr.-Check 2026 gedacht. Er hilft Ihnen, einfache Fälle schnell einzuordnen und komplexere Stammdatenrisiken frühzeitig zu erkennen.
Wenn mehrere Gesellschaften, Förderungen, Holdingstrukturen, unklare ELSTER-Zugänge oder uneinheitliche Stammdaten im Spiel sind, sollten Sie nicht mehr improvisieren. Dann geht es um belastbare Einordnung, Dokumentation und Verteidigungsfähigkeit. In solchen Fällen ist eine abgestimmte Prüfung durch Steuerberatung, Steuer- und Buchhaltungsorganisation sowie bei Bedarf Vertretung vor Behörden der sinnvollste Weg.
Fazit: Die W-IdNr. 2026 ist kein Nummernproblem, sondern ein Stammdatenthema
Wer die W-IdNr. nur als weitere Nummer betrachtet, arbeitet am eigentlichen Risiko vorbei. Die Wirtschafts-Identifikationsnummer ist die sichtbare Oberfläche. Darunter liegen Unternehmensstruktur, ELSTER-Zugänge, USt-IdNr.-Abgrenzung, Buchhaltung, E-Rechnung, Förderunterlagen und interne Verantwortlichkeiten.
Die gute Nachricht ist: Genau deshalb lässt sich das Thema mit einer sauberen Struktur gut beherrschen. Wer seine Nummern richtig einordnet, Stammdaten konsistent pflegt, Zuständigkeiten klärt und digitale Prozesse sauber aufsetzt, nimmt dem Thema fast die gesamte operative Schärfe.
Wenn Sie schnell klären möchten, ob Ihre konkrete W-IdNr.-Situation unkritisch ist oder ob Prüfbedarf besteht, starten Sie mit dem W-IdNr.-Check 2026. Wenn Ihr Fall komplexer ist, begleiten wir Sie von der Einordnung bis zur sauberen Vorbereitung Ihrer steuerlichen Stammdaten, ELSTER-Prozesse und Förderunterlagen.
Externe Quellen
Bundeszentralamt für Steuern: Wirtschafts-Identifikationsnummer
Bundeszentralamt für Steuern: Fragen und Antworten zur W-IdNr.
Bundesministerium der Finanzen: Die Wirtschafts-Identifikationsnummer startet
Bundesministerium der Finanzen: Fragen und Antworten zur Wirtschafts-Identifikationsnummer
§ 139c AO: Wirtschafts-Identifikationsnummer